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Neuer Haltepunkt für Schirgiswalde
18.07.2019 17:55:29

Schirgiswalde-Kirschau. Am Montag beginnt der Neubau des Haltepunktes Schirgiswalde-Kirschau. Es wird ein neuer Bahnsteig inklusive Wetterschutz entstehen. Er bekommt eine Zufahrt vom Bahnübergang der Kreisstraße nach Weifa. Der alte Bahnsteig wird nach der Inbetriebnahme teilweise abgerissen. Außerdem wird die Zufahrtsstraße im Bereich des Haltepunktes erneuert. Es entstehen 12 Parkplätze für Pendler sowie eine Fahrradbox. Die Arbeiten werden bis 22. November andauern. Gebaut wird während des regulären Betriebes und teilweise nachts. Im August wird es deshalb zwischen 20 Uhr und 4 Uhr einige Nachtsperrungen der Strecke geben. Dann wird Schienenersatzverkehr eingesetzt. Die Gesamtmaßnahme kostet ca. 830.000 Euro. Über 140.000 Euro trägt der Freistaat und 41.000 Euro kommen von der Stadt. Den Rest finanziert der ZVON. Den Haltepunkt Schirigiswalde-Kirschau nutzen täglich knapp 100 Reisende. (um)
Reisetipp: Schanzentour im Vogtland
18.07.2019 14:41:36

Sachsen. Ferienzeit ist Reisezeit und auch bei uns in Sachsen lässt es sich schön Urlaub machen. Zum Beispiel im Vogtland, das nicht nur durch leckeres Essen oder Natur besticht, sondern auch durch Sport. Lars-Henrik Wacker nimmt Sie nun auf eine kleine Skisprungschanzen-Tour mit. (red)


Wir begeben uns in das sächsische Vogtland, das durch seine Natur besticht: Felder, Wiesen und bewaldete Hügelkuppen. Doch auch Wasser gibt es, im seit 1996 gegründeten Vogtlandkreis, zu genüge. Beispielsweise die Talsperre Muldenberg: Keine zehn Minuten mit dem Auto von Klingenthal entfernt, liegt eine Talsperre, die dem Hochwasserschutz dient und rund 100.000 Menschen in 21 Orten mit Trinkwasser versorgt. Wasser, das auch gerade beim Sommer-Skispringen für die Anlaufspur benötigt wird – und uns zur ersten Schanze führt: Es geht zur Großen Aschbergschanze, auch liebevoll „Die Asch“ genannt. Sie wurde 1958 als Heimstätte des SC Dynamo Klingenthal in der ehemaligen DDR erbaut und feierliche am 01. Februar 1959 eingeweiht. Harry Glaß setzte die erste Weite auf 55 Meter, stürzte aber nach der Landung. Es war dennoch ein Spektakel, das, nach manchen Schätzungen, gar von bis zu 70.000 Zuschauern beobachtet wurde. Und die große Euphorie um die neue Schanze blieb. Auf der „Asch“ fanden zahlreiche DDR-Meisterschaften statt, auch der Weltcup 1986, den der Finne Matti Nykänen für sich entschied, wurde dort ausgetragen. Nach dem Umbau 1984 – der Kalkulationspunkt lag nun bei 102 Metern – sicherte sich Jens Weißflog mit 107,5 Metern den Schanzenrekord, der bisher größte Satz. Doch die „Asch“ gehört zu den Verlierern der Wende: Die Mittel für die Sanierung der Schanze fehlten, sodass sie 1990 abgerissen wurde. Zumindest die beiden kleinen Aschbergschanzen blieben erhalten. Sie wurden mehrmals überarbeitet und saniert, sodass dort bis heute das Kinder- und Jugendtraining stattfinden kann.

Die nächsten Schanzenanlagen liegen im Klingenthaler Ortsteil Mühlleiten. Durch den Wald, über Stock und Stein, geht es zu den Vogtlandschanzen. Hierbei handelt es sich um eine mittlere Schanze, Hill-Size 65, und eine Normalschanze, HS 85. Die „Vogt“ gehört zu den dienstältesten Schanzen in Deutschland, wurde sie schon 1932 erbaut und im Januar 1933 eingeweiht. Gemeinsam mit Johanngeorgenstadt und Oberwiesenthal veranstaltete man dort sogar eine 3-Schanzentournee. Mit den Jahren wurden die Anlagen rekonstruiert und den Standards der Zeit angepasst, sei es durch neue Matten oder eine Keramik-Anlaufspur. Im wiedervereinigten Deutschland wurde 1996 die große Vogtlandschanze zur K 80 umgebaut und im Januar 1997 in Betrieb genommen. Seither finden immer wieder Wettkämpfe auf den Anlagen statt, wie zum Beispiel der Continentalcup der Damen oder auch Alpencups im Skispringen und der Nordischen Kombination. Auch die Wasserschäden des schweren Hochwassers im Jahr 2013 haben die Anlagen überstanden und stehen mittlerweile wieder für den Trainings- und Wettkampfbetrieb zur Verfügung. Und das wird auch einige Athleten aus Deutschland sehr freuen. Agnes Reich konnte hier schon zweimal beim Alpencup gewinnen Und auch Pius Paschke setzte als Junior im Winter, auf der HS 65, eine Weite von 68,5 Meter.

Die nächste Anlage liegt 25 Auto-Minuten von Klingenthal entfernt. Es geht nach Rodewisch, in das Tal der Göltzsch. Im Grünen gelegen, befinden sich die Steinbergschanzen. Es sind insgesamt vier Schanzen: K 45, K 32, K 12 und K 8 – jeweils mit Matten ausgestattet. Die erste Schanze wurde 1980 erbaut, weitere wichtige Bauarbeiten fanden 2007 statt. Einem scheint die Schanze besonders zu liegen, egal wie sie ausschaut. Den bisher weitesten Satz glückte Gerd Brose im Winter 1996 – 52 Meter waren das. Und auch den Sommerrekord hat er inne. Die Schanze ist, nach wie vor, in Betrieb und wird vor allem im Jugendbereich als Trainings- und Wettkampfstätte genutzt.

Zum Schluss unserer kleinen Vogtland-Vierschanzen-Tour geht es noch einmal in die Vogtland-Arena, zur größten Schanze in Klingenthal, HS 140. Seit 2006 besticht und fasziniert die modernste Schanze am Schwarzberg, Springer wie Fans, beim Weltcup oder Sommer-Grand-Prix. Und abseits lädt sie zum Fachsimpeln ein, dann wird Sport philosophiert…. und philosophiert… und philosophiert. (lhw)
Handball-Vorschau auf die Sachsenliga 2019/2020
17.07.2019 18:38:09

Hoyerswerda/Lausitz. Urlaub adé – jetzt wird endlich wieder geschuftet. Gut, die Begeisterung der Spieler des LHV Hoyerswerda könnte – beim Anblick der Laufbahn auf dem FKO-Gelände – größer ausfallen. Seit einer Woche nun ist die Mannschaft wieder im Training und macht die wohl unangenehmste Phase der Sommervorbereitung durch, nämlich Grundlagenausdauer. Also nix mit Handball, jetzt wird gelaufen was das Zeug hält – sei es am Dreiweiberner See, im Jahnstadion oder eben auf dem Gelände des FKO. Außer beim gemeinsamen Grillen kennt Trainer Conni Böhme in dieser Zeit wirklich keine Gnade.

Und das merkt man auch. Trotz der ungeliebten Einheiten zieht die Mannschaft super mit. Denn: Ohne die notwendige Ausdauer sind 60 Minuten Tempo-Handball nicht möglich. Das weiß so ziemlich jeder im 18-köpfigen LHV-Kader, der sich zum Auftakt etwas verändert hat. Mit Florian Arend und Leon Burmeister sind gleich zwei Rückraum-Spieler zur zweiten Mannschaft des HC Elbflorenz Dresden gewechselt. Die Beiden wagen sich an Elbflorenz II in der dritten Liga ran – und der LHV hat ihnen bei diesem Unterfangen keine Steine in den Weg gelegt. Auf die Abgänge mussten die Zuse-Städter aber dennoch reagieren und dies geschah wie gewohnt aus den eigenen Reihen. Mit Nico Köppner für Linksaußen, Ben Nitzsche im Kreis und Jakob Kretzschmann für den Rückraum-Mitte haben gleich drei Spieler aus dem LHV-Jugendbereich den Sprung zu den Männern geschafft. Zudem kehrt der erfahrene Nico Pollack in das erste Team zurück. Vier neue Impulse, von denen sich Trainer Conni Böhme einiges verspricht.

Zudem sind auch Vorjahres-Verletzte wie Tony Jäschke und Tobias Sieber zurück im Team, sodass Conni Böhme wieder aus dem Vollen schöpfen kann. Eine komfortable Situation für den 38-Jährigen, der den LHV schon seit 2014 coacht und nach wie vor mit vollem Einsatz brennt. Die gute Vorsaison mit dem fünften Tabellenrang macht Lust auf mehr, doch wer nun glaubt, dass der Übungsleiter alles umkrempeln wird, der irrt.

Damit auch alles funktioniert, wird weiter hart gearbeitet. Der Athletik-Teil der Vorbereitung geht insgesamt drei Wochen und wird unter anderem durch ein Fußball-Spiel am kommenden Freitag (19 Uhr) gegen den SV Zeißig aufgepeppt. Ab dem 31. Juli steht wieder das Spiel mit dem Handball im Vordergrund und es geht zum bereits vierte Mal ins polnische Trainingslager nach Sroda Wielkopolska. Getestet wird beim LHV natürlich auch noch: Am 10. und 11. August ist die Mannschaft beim Spitzen-Cup in Plauen zu Gast, ehe am 17. August ein echter Härtetest beim Turnier des Drittligisten DHfK Leipzig II folgt. Richtig ernst in der Liga wird es ab dem 07. September, dann steht das erste Match gegen die HSG Neudorf/Döbeln vor heimischer Kulisse an. Trainer Conni Böhme, der unter anderem Oberliga-Absteiger Zwickauer HC und Glauchau/Meerane als Favoriten für die neue Saison sieht, gibt keine Platzierung vor, zeigt sich aber dennoch sehr selbstbewusst.

Fazit nach den ersten Trainingseindrücken: Die Mannschaft aus Hoyerswerda wirkt entschlossen und ist gewillt, in der Zuse-Stadt sofort gute Laune zu verbreiten. Denn ein Plus der Vorsaison soll auch in der neuen Spielzeit greifen und das ist die Einheit zwischen Mannschaft und Fans. Bleibt der LHV Hoyerswerda verletzungsfrei, so ist ihm gleich zu Beginn ein guter Saisonstart zuzutrauen. Doch auch in Hoyerswerda ist man gewarnt, denn anderorts wird ebenfalls hart gearbeitet, unter anderem in Cunewalde – mit einem alten Bekannten und Vorgänger von Conni Böhme.

Ja, auch beim HVO Cunewalde wird seit dem 25. Juni wieder geackert und zwar unter der Leitung des ehemaligen LHV-Trainers Carsten John. In Hoyerswerda nur mäßig erfolgreich coacht John nun den amtierenden Sachsen-Pokalsieger. 30:22 hieß es gegen die SG Leipzig III, Anfang Mai. Und in Cunewalde war die Freude nach dem Sieg riesengroß. Aber ausruhen möchte sich der Tabellensechste des Vorjahres nicht – ganz im Gegenteil. Carsten John hat seine Männer sofort wieder in die Pflicht genommen, unter anderem mit einem vereinsinternen Triathlon und Laufeinheiten an den Kottmarschanzen. Personell hat sich die Situation beim HVO verbessert. Kein Spieler der Vorsaison hat das Team verlassen, dafür sind zwei Neue bei den Oberlausitzern am Start. Steve Marschall vom HC Elbflorenz II verstärkt nun den Kader und auch Oliver Aßmann ist zurück, jedoch zunächst in der zweiten Mannschaft. Die bis dato bekannte Spielgemeinschaft des HVO im Männerbereich gibt es nicht mehr, stattdessen trainieren die erste und zweite Mannschaft zusammen. Zukünftig sollen auch junge Spieler wie Jonas Kling, Paul Wagner, Lorenz Schreiber und Lucas Posselt den Sprung in den Männerbereich schaffen. Doch bis es soweit ist, steht für den aktuellen Kader noch ein weiteres Trainingslager im August an sowie weitere Tests, unter anderem am 2. August in Riesa, am 6. August in Pirna und am 10. August beim Turnier in Weinböhla, auf dem Plan. Richtig ernst wird es dann am 07. September zum Auswärtsspiel beim HSV Dresden. Aus Cunewalde kommt das Signale eines eingespielten Teams, das mit dem Schwung des Pokalsieges und der Unterstützung aus der beschaulichen Gemeinde angreifen will. Gelingt der Saisonstart besser als im Vorjahr, so kann die Sieben von Carsten John zur Überraschung aus der Oberlausitz aufsteigen. Doch auch mit dem Dritten im „Lausitzwelle-Bunde“ muss ebenfalls gerechnet werden.

Gemeint ist natürlich der SV Koweg Görlitz, der in der vergangenen Spielzeit oben mitspielte und am Ende, durch die Derby-Niederlage am letzten Spieltag gegen den LHV, den dritten Rang belegte. Doch spätestens seit dem 11. Juni sollte das bittere Saisonende abgehakt sein, denn auch Trainer Philipp Domko bittet seine Mannen wieder zu den Übungseinheiten. Nicht mehr dabei sind Dennis Oswald (persönliche Gründe) und Sebastian Galach (Ziel unbekannt), auch der langjährige Kreisläufer Marc Rechner rückt nun ins zweite Glied. Neu im Team ist hingegen Karl Bundtke vom OHC Bernstadt. Der 20-Jährige soll den Rückraum-Außen verstärken. Im Athletik-Bereich haben die Neißestädter schon einiges gemacht. Nun stehen die Trainingslager vor der Tür, unter anderem vom 19. bis 21. Juli zuhause in Görlitz und vom 8. bis 11. August im polnischen Zagan. Testspiele gegen Bernstadt und Lok. Pirna sind geplant. Sicher dabei sind die Görlitzer beim Vorbereitungsturnier in Rietschen am 24. August. Bis dahin hat Trainer Philipp Domko alle Hände voll zu tun. Der Kader ist kleiner geworden, die Mittel beschränkt und dennoch will der Verein, wie in den Vorjahren, oben angreifen. So kann Görlitz auf der Kreisläufer-Position aktuell nur auf Gary Biele setzen. Auch im Altersbereich zwischen 17 bis 21 Jahren ist Koweg – im Vergleich zu den anderen Vereinen – dünn besetzt. Mut macht Domko aber die Klasse seine Mannschaft, unter anderem mit Stützen wie den Baugstatt-Zwillingen oder Fabrice Türkovsky. Ob die Sieben aber mit Favoriten wie Zwickau und Glauchau mithalten kann, wird sich zeigen. Bleibt der SV Koweg Görlitz von größeren Verletzungen verschont, kann das Team auch wieder oben mit angreifen. Der erste Härtetest steht am 8. September an, dann müssen die Neißestädter zuhause gegen Germania Zwenkau ran. Kein leichtes Unterfangen, aber der Start in die neue Spielzeit verspricht bei Koweg – wie auch dem LHV und dem HVO – jede Menge Spannung. Alle Freunde des Handball-Sachsenliga können sich also schon jetzt auf packende und spannende Begegnungen freuen. (lhw)
Wenn sich der Mond verdunkelt
17.07.2019 14:07:26

Lausitz. Wie an vielen Orten in Deutschland, konnten auch die Lausitzer gestern ein seltenes Schauspiel am sternenklaren Nachthimmel miterleben. Zu beobachten war eine partielle Mondfinsternis, deren Höhepunkt zirka 30 Minuten vor Mitternacht lag. Eine Grafikanimation der Internetplattform http://www.mofi2019.de/ verdeutlicht anschaulich den gesamten Ablauf. Rund 2 Drittel des Mondes waren während der größten Ausdehnung der Finsternis vom Schatten unseres Planeten bedeckt. Alle, die das Spektakel verpasst haben, müssen sich nun bis 2021 gedulden. Erst dann wird die nächste partielle Mondfinsternis wieder zu beobachten sein. (hps)
Umfrage: Sehenswertes in der Lausitz
15.07.2019 16:05:14

Hoyerswerda. Am Wochenende steigen die Temperaturen in der Region wieder an. Da lohnt es sich doch etwas zu unternehmen. Wir wollten einmal wissen, was für Sie in der Lausitz sehenswert ist und haben uns in Hoyerswerda umgehört.
Englisch in den Sommerferien
11.07.2019 17:32:54

Hoyerswerda. Nach dem Schuljahr ist vor dem nächsten – so in etwa könnte das Motto dieser fleißigen Lehrerinnen lauten. In einem zweitägigen Englisch-Kurs bilden sich die Pädagoginnen unter der Leitung des Dozenten Chris Spencer an der Konrad Zuse Akademie Hoyerswerda weiter. Engagiert und dennoch mit viel Spaß hat der gebürtige US-Amerikaner mit den Teilnehmern des Workshops einiges vor.

An Ideen mangelt es dem Dozenten mit der markanten Haarpracht keineswegs. Neben dem klassischen Lehrbuch sollen die Teilnehmer vor allem viel miteinander reden. Mit visuellen Hilfsmitteln sowie spielerischen Übungen wurde im Kurs die Kommunikation auf Englisch aufgefrischt. Eine Strategie, die für alle Altersklassen geeignet ist.

Doch was war eigentlich die Motivation der Teilnehmerinnen, die unter anderem aus Bautzen, Bad Muskau und sogar Zschopau, bei Chemnitz, kommen, ausgerechnet hier mitzumachen?

Den Teilnehmerinnen hat es sichtlich gefallen – und auch Native-Speaker Chris Spencer hatte jede Menge Spaß am Unterrichten. Und wie es sich für solch einen Workshop gehört, erhalten die Pädagogen am Ende einen Fortbildungsnachweis der Sächsischen Bildungsagentur. Denn: Fleißig sein in den Sommerferien soll ja auch belohnt werden. (lhw)
VBH bauen weiter am Markt
11.07.2019 11:56:45

Hoyerswerda. Die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda werden am 22. Juli die Arbeiten zur Erneuerung der Mischwasserkanalisation, im Bereich des öffentlichen Durchganges, am Markt 4 / 5 in der Altstadt, wieder aufnehmen. Sie sollen in der 34 Kalenderwoche abgeschossen sein, teilt das Unternehmen mit. Während der Baumaßnahme wird der öffentliche Durchgang für den Anliegerverkehr gesperrt. Darüber hinaus kommt es zu teilweisen Verkehrseinschränkungen im Bereich des Marktes. Die Maßnahme musste im Dezember aufgrund einer notwendigen Bautechnologieänderung unterbrochen werden. (pm)
Ein Hoyerswerdaer Schwimmkollektiv für Südkorea
10.07.2019 19:37:50

Hoyerswerda. Gestatten: Ines Stolz, Katja Schimke, Anne Neumann-Novak sowie Karsten Neumann – alle Schwimmer des SSV Hoyerswerda. Genauer gesagt, sind sie als Masters bei der anstehenden Weltmeisterschaft in Südkorea unterwegs. Doch was ist das eigentlich und wer darf überhaupt mitmachen?

Natürlich müssen sich die Schwimmer aber auch für solch ein Großevent qualifizieren. Hierfür gibt es Normzeiten, die vom Ausrichter oder dem Weltverband „FINA“ vorgegeben werden. Klingt alles erst einmal sehr groß, doch das Schwimm-Universum der SSV-Athleten ist dagegen deutlich kleiner, was auch Anne Neumann-Novak weiß.

Die 39-jährige ist hauptberuflich Lehrerin, ihr Ehemann Karsten Neumann arbeitet als Diplom-Ingenieur. Doch nicht nur privat, sondern auch im Schwimmbecken ist das Paar aus Bernsdorf vereint. Dafür startete der 40-Jährige nach 27 Jahren Pause ein Comeback im Wasser – mit einer kleinen Vorgeschichte.

Schwimmen und gleichzeitig Kinder betreuen: Na das ist ja mal eine praktische Auslegung auf dem Weg zu einer Weltmeisterschaft. Seit Februar trainiert Karsten Neumann nun zweimal in der Woche, um wieder in Form zu kommen, was gerade nach fast drei Jahrzehnten nicht ganz so leicht ist.

Gemeint ist die Strecke über 50-Meter-Freistil, für die sich der Diplom-Ingenieur qualifiziert hat. Und da die Familie Neumann grundsätzlich sehr sportbegeistert ist, war das Unterfangen WM in Gwangju nicht unmöglich. Karsten Neumann hält sich auch mit Judo gut in Schuss. Zudem ist Ehefrau Anne ebenfalls sehr sportlich unterwegs. Da macht es auch nichts aus, dass sie verhältnismäßig spät mit dem Schwimmen angefangen hat.

Auf der kurzen Strecke sieht sich Karsten Neumann noch vorne, während auf den längeren Distanzen seine Frau das Sagen hat. Ihm fehlt noch etwas die Kondition, während Anne Neumann-Novak durchaus einen langen Atem hat – und diesen auch in Südkorea unter Beweisen stellen möchte. Auf den Strecken 100 und 200 Meter Brust, sowie 50, 100 und 200 Meter Freistil geht die Lehrerin an den Start. Ein ziemlich happiges Programm, da ist es doch schon fast ein Glücksfall, dass Ehemann Karsten nur ein Rennen bestreitet.

Klingt also nach einem super Plan beim Bernsdorfer Traumpaar des SSV Hoyerswerda. Doch auch Katja Schimke und Ines Stolz haben im Vorfeld der Weltmeisterschaft alles gegeben und sich den Startplatz in Gwangju hart erarbeitet.

Die 43-jährige Finanzwirtin geht in Südkorea auf 100 und 200 Meter Brust sowie 50 Meter Freistil und Schmetterling an den Start. Für die 47-jährige Juristin, Katja Schimke, die das Finanzamt Bautzen leitet, soll es über 100 und 200 Meter Rücken sowie 50 Meter Schmetterling und Freistil Bestzeiten geben. Mut macht, neben der guten Vorbereitung, auch das erfolgreiche Abschneiden bei den vorherigen Wettkämpfen, beispielsweise den offenen Landesmeisterschaften in Riesa, wo Hoyerswerdaer Schwimmer insgesamt 33 Medaillen holten. Doch bei allen Leistungen soll der Spaß auch nicht zu kurz kommen und gerade Katja Schimke, die auch ihren Sohn mit nach Südkorea nimmt, möchte mehr als nur das dortige Schwimmbecken sehen.

Um auch im wahrsten Sinne des Wortes ein Wörtchen in Südkorea mitzureden, haben sich die Vier im Vorfeld mit der Kultur des Landes beschäftigt, sei es über den klassischen Reiseführer oder auch Online-Sprachangebote. Los geht die Reise übrigens schon am 31. Juli, um sich bestens auf das Klima und die dortigen Gegebenheiten einzustellen, ehe von 13. bis 18. August alle Wettbewerbe anstehen. Danach ist das Abenteuer dann aber auch schon wieder vorbei und es geht in den Alltag nach Deutschland zurück. Wobei langweilig wird es für die Schwimmer in der Lausitz keineswegs – vor allem nicht für Ines Stolz.

Die Schwimmerin aus Hoyerswerda ist dem Sport von Kindesbeinen an treu, betrieb aber auch intensiv Leichtathletik, bevor sie sich ganz den Bahnen widmete. Leistungssport kam aber für die 43-jährige Finanzwirtin nicht in Frage, denn das Schwimmen ist für sie einfach eine große Leidenschaft und zugleich der Ausgleich zum Arbeitsalltag. Doch die Ausübung der Passion birgt gerade in Hoyerswerda einige Schwierigkeiten mit sich.

Somit ist die Reise nach Südkorea auch eine tolle Möglichkeit, um noch einmal Werbung für das Schwimmen in Hoyerswerda zu machen, dass es sich auch lohnt, in den Sport zu investieren – und Ines Stolz hat auch eine Vorstellung, wie die Vertreter der Stadt dies angehen könnten.

Und an Mitgliedern mangelt es dem SSV Hoyerswerda nicht: Rund 200 Kinder, Jugendliche und Erwachsene schwimmen im 1993 gegründeten Verein – mit einem ganz besonderen Feeling.

Eine runde Sache, die auch nach Südkorea weiter gehen soll – sowohl im Training als auch bei den Wettbewerben. Für das Quartett steht zum Beispiel noch der traditionelle WTC-Pokal in Dresden im Dezember auf dem Plan. Und auch sonst finden im Zwei-Jahres-Rhythmus Welt- oder Europameisterschaften statt. Bis dahin zieht das Hoyerswerdaer Schwimm-Kollektiv weiter seine Bahnen – mit ganz viel Spaß und doch stets entschlossen. (lhw)
Grundsteinlegung für die Big Battery
10.07.2019 19:17:26

Schwarze Pumpe. Im Kraftwerk Schwarze Pumpe ist am Dienstag der Grundstein für die so genannte Big Battery Lausitz gelegt worden. Mit der Big Battery – auf Deutsch „große Batterie“ - will die LEAG einen Beitrag zur Lösung der Speicherproblematik im Zuge des Energiewandels leisten. Dabei handelt es sich um einen aus 13 Containern bestehenden Großspeicher aus Lithium-Ionen-Batterien, der bei Bedarf innerhalb von 30 Sekunden eine Stromleistung von bis zu 50 Megawatt bereitstellen kann. Die Big Battery nutzt sowohl Strom aus Braunkohle als auch aus erneuerbaren Energien. Sie soll die Stromerzeugung weiter flexibilisieren und dabei helfen, das Stromnetz gegen Schwankungen abzusichern. Bundesumweltministerin Svenja Schulze würdigte das Projekt als Ausdruck der Zukunftsperspektiven, die sich im Zuge des Energiewandels für das Lausitzer Braunkohlerevier ergeben. LEAG-Vorstandschef Helmar Rendez will die mit der Big Battery gewonnenen Erfahrungen für weiter führende Projekte im Rahmen industrieller Anwendungen nutzen. Die Big Battery soll im Sommer 2020 fertig sein und 25 Millionen Euro kosten. (um)
Auslosung der Lebensräume
09.07.2019 17:57:00

Hoyerswerda. Getreu dem Unternehmensspruch „Mehr als gewohnt“ hatten die Lebensräume etwas spezielles im Angebot. Mit nur einem Schnappschuss und etwas Glück gab es verschiedene Preise zu gewinnen. Die Auslosung folgt jetzt bei uns.
Firmengelände aufgefrischt
09.07.2019 13:48:18

Hoyerswerda. Die Hoyerswerdaer Wohnungsgesellschaft hat in den letzten Wochen, an den Nebengebäuden auf dem Firmenareal, in der Herrmannstraße, die Fassaden streichen lassen und die Dächer mit neuen Trapezblechen ausgerüstet. Um ein einheitliches Ensemble zu erhalten, wurden die Nebengebäude farblich mit einem hellen grün, dem Verwaltungssitz des Großvermieters, angepasst. Investiert wurde in die Maßnahme ca. 100.000 Euro. In den Gewerberäumen auf dem Innenhof sind u.a. eine Tischlerei, ein Malerbetrieb, eine Werbeagentur und ein Pizzadienst eingemietet. (pm)
Umfangreiche Pläne für Husarenkaserne
09.07.2019 13:44:55

Bautzen. Auf dem Gelände der früheren Husarenkaserne in Bautzen sind umfangreiche Investitionen geplant. So will der Freistaat Sachsen das Haus Käthe-Kollwitz-Straße 7 zum alleinigen Sitz des Bautzener Finanzamtes ausbauen. Schon jetzt ist hier der Bereich Betriebsprüfung untergebracht. Im hinteren Teil des großflächigen Geländes will ein privater Investor in den ehemaligen Pferdeställen Wohnungen und auf dem früheren Exerzierplatz Eigenheime errichten. Die Kaserne war von 1906 bis 1910 für das 3. Königlich-Sächsische Husarenregiment errichtet worden und zu DDR-Zeiten Standort der Offiziershochschule „Franz Mehring.“ 1990 übernahm die Bundeswehr das Gelände und beendete die Nutzung 1994. In der Folgezeit siedelten sich mehrere Behörden an, unter anderem das Landesamt für Straßen und Verkehr und der Regionale Planungsverband. Auch die Kriminalaußenstelle der Polizeidirektion Görlitz, das Zentralarchiv der Staatsanwaltschaft und das THW haben hier ihren Sitz. Außerdem befindet sich auf dem Kasernengelände ein Sportkomplex der Landespolizeischule. (um)
Wenn die Altstadt zum großen Theater wird
08.07.2019 18:49:45

Hoyerswerda . Monaco … äh Pardon … Hoyerswerda steht Kopf beim großen Theater-Zirkus in der Altstadt. Vor allem dann, wenn nationale wie internationale Künstler – sagen wir – fast nichts anbrennen lassen. Okay, beim niederländischen Trio „Hirondelles“ ging es dabei akrobatisch-humoristisch drunter und drüber. Dabei wollten die Drei doch eigentlich nur lecker Crêpes in der Lausitz zubereiten. Ja Freunde, ist das denn so schwer?!

Na zum Glück musste die Feuerwehr Hoyerswerda nicht einschreiten und die Crêpes-Hütte von Oranje steht auch noch. Wobei Feuer war am Sonntag bei der 11. Auflage des Straßentheaterfestes ein beliebtes Motiv, u.a. auch bei Nils Wollschläger aus Berlin. Für all‘ diejenigen, die aber nicht mit dem Feuer spielen wollten, gab es zum Glück aber auch die Hoyerswerdaer Kufa-Trommelgruppe „Drum-Tastic“. So eine Trommel ist doch auch was ganz feines und hat den Zuschauern sichtlich Spaß gemacht. Auch deshalb, weil Groß und Klein fröhlich mitspielen konnten.

Ein echt schönes Bild, so viele trommelnde und klopfende Menschen zu sehen. Musik selber machen, macht einfach gute Laune. Und wenn sich noch Menschen aus verschiedenen Ländern zum Musik machen zusammenfinden, dann kommt so etwas wie bei der Band „The Beez“ heraus. Aus den USA, Kanada und Deutschland stammen die Mitglieder der Kombo, mit musikalischem Sitz in Berlin – und diese internationalen Einflüsse merkt man eben in der Rock-, Pop- und Folklore-Musik der vier Künstler. Neben eigenen Songs haben die Musiker noch ein ganz spezielles Fabel, nämlich das für deutsche Trinklieder.

Na, na – da hat die gute Deta Rayner mit den Scherben aber ein bisschen gemogelt, auch wenn die Stadtreinigung in Hoyerswerda ihr dafür wohl ziemlich dankbar sein wird.
Übrigens musste ich bei diesem Song irgendwie die ganze Zeit an meinen Chef denken. Der sagt auch immer: „Lars, Sie müssen einfach mehr Alkohol trinken. Dann werden Sie auch lockerer.“ Aber das ist doch bei meiner skispringerähnlichen Figur keine so gute Idee. Ja, sogar Skispringer wie Olympiasieger Andreas Wellinger oder Deutschlands frischgebackener Junioren-Vize-Weltmeister, Luca Roth, bringen mehr Gewicht auf die Wage als ich. Aber kein Problem für „The Beez“. Die haben ja noch jede Menge Chicken im Programm.

Danke an „The Beez“ für dieses leckere musikalische Menü. Aber wir machen nun weiter mit meiner Paradedisziplin, denn den Namen Lars-Henrik Wacker verbinden doch die Meisten in der Region mit Sport. Ja und zum Glück habe ich in der Altstadt einen sportlichen Spezi gefunden, nämlich Daniel Hochsteiner aus Memmingen. Er zählt zu den „Königen der Jongleure“ – also sobald man ihm einen Tennisschläger in die Hand drückt. Dann geht die Post ab und die Schläger fliegen nur so durch die Lüfte. Und ich bin mir sicher: Top-Tennis-Spieler wie Roger Federer oder Novak Djokovic wären bei diesem Anblick echt stolz auf den Mann im blauen Hemd – auch wenn er von der Frisur her irgendwie mehr an Tomislav Piplica, den ehemaligen Fußball-Torwart von Energie Cottbus, erinnert. Aber wahrscheinlich muss ich nur meinen Horizont erweitern – und dazu einfach mal in die Höhe wachsen, wie dieser junge Mann auf Stelzen. Und hey – da kommen ja gleich noch mehr. Aber keine Bange, die Künstler stehen zwar auf wackligen Beinen, müssen sich jedoch keinem Atem-Alkohol-Test unterziehen. Bei „Grotest Maru“ geht es einfach um die schwerelose Inszenierung – und das zeigten die Artisten auf Stelzen auch in ihrer Darbietung „Propeller“

Bravo Jungs – und natürlich eine gute Weiterreise. Möge die Technik des Propellers mit euch sein – und keine Aussetzer haben wie bei diesen Dreien in weiß, die ihre Finger nicht vom Smartphone lassen können. Das Theater-Trio „distrACTED“ mit einem zeitgenössischen Walk-Act über Smartphone-Zombies und deren kuriose Schwierigkeiten im Alltagsleben.

Tja, einfach mal Finger weg vom Smartphone und dann hat man auch genug Zeit, um in den Genuss von Theater zu kommen. Eine wirklich tolle Inszenierung des Trios „distrACTED“. Und nicht nur von ihnen – die Altstadt war an diesem Sonntag schlicht ein Ausflug in eine andere Welt. Kunst gab es an jeder Ecke – und das eben so verschieden, wie eben nur Kunst ist. Ein tolles Theater-Projekt, das die Kufa, samt ihrer zahlreichen Partner, auch in diesem Jahr wieder auf die Beine gestellt hat. Schlicht und einfach: Ein Genuss für Körper und Seele, sowie für den Zeitgeist in der Stadt Hoyerswerda. (lhw)
Remmi-Demmi-Action im Park
08.07.2019 18:30:14

Hoyerswerda. Am Samstag war es in Hoyerswerda endlich wieder soweit: Remmi-Demmi der Lebensräume eG im Familienpark an der Straße des Friedens. Bei angenehmen, sommerlichen Temperaturen eröffnete Vorstandsvorsitzender Axel Fietzek das bunte Programm für Jung und Alt – mit zahlreichen Überraschungen und Gewinnern. So wurden beispielsweise die Teilnehmer des „Balkonwettbewerbs“ prämiert. Den Preis gewonnen hat Tina Stinn aus Hoyerswerda. Doch an diesem Tag ging nun wirklich keiner leer aus. Weil die Lebensräume auch ihren 65. Geburtstag feiern, gab es – wie es sich für eine große Party gehört – lecker Kuchen. Ja, selbst Axel Fietzek hat bei diesem Anblick den Konditor-Meister in sich entdeckt und ließ es sich auch nicht nehmen, die Gäste mit der Schoko-Verführung zu verzücken. Künstlerisch wurde natürlich auch einiges geboten, u.a. mit dem Kinderzirkus Krabatino, dem Programm der Kids von der AWO-Kita „Spielparadies“ oder auch Philipps Seifenblasen-Show. Der Mix passte einfach: Entspannung für die Großen, während sich die Kleinen an den zahlreichen Stationen und Hüpfburgen ordentlich auspowern konnten. Da staunten selbst die erfahrensten Party-Animals nicht schlecht. (lhw)
Mit dem Kleinbus auf den Keulenberg
05.07.2019 14:55:08

Pulsnitz. Der Gipfel des Keulenbergs bei Pulsnitz soll künftig auch für weniger mobile Menschen einfach zu erreichen sein. Der Heimatfreunde Keulenberg e.V. hat beim Wettbewerb „Sächsische Mitmachfonds“ ein Preisgeld von 20.000 Euro gewonnen und will davon einen Kleinbus anschaffen, der dem Verein als Shuttlefahrzeug dienen soll. Der Heimatfreunde e.V. ist auf Grundlage eines Nutzungsvertrages Hausherr auf dem städtischen Teil des Keulenberggipfels. Er hat sich unter anderem den Bau eines neuen Domizils für den Imbiss Goldene Wurzel in Form eines Holzblockhauses auf die Fahnen geschrieben. Derzeit befindet sich das Vorhaben laut dem Vereinsvorsitzenden Thomas Berke noch im Stadium der Bauvoranfrage. Für die Trinkwasserproblematik wird es erst mittelfristig eine dauerhafte Lösung geben. Alle Versuche einer Einigung mit dem Eigentümer der anderen Gipfelhälfte, auf der sich die so genannten „Keulenberghäuser“ befinden, sind gescheitert. (um)
Neue Balkone in der Herrmannstraße
05.07.2019 14:53:42

Hoyeswerda. Die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda stattet die Wohnungen der Liselotte-Herrmann-Straße 2 – 10 mit neuen Balkonen aus. Dies verkündete Geschäftsführer Steffen Markgraf am Freitagmorgen. Von den insgesamt 64 Wohneinheiten besitzen 20 Wohnungen bereits einen Balkon. Seit dem 1. Juli werden im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen die anderen 44 Wohnungen mit neuen Balkonen ausgestattet. Neue Mietergärten wird es, aufgrund der kleineren Grundstückfläche, an den Objekten 2 bis 10 jedoch nicht geben. Insgesamt 800.000 Euro investiert die Wohnungsgesellschaft in das Vorhaben. Bis Ende des Jahres sollen die Balkone angebracht werden. (lhw)
KRABAT-Festspiele 2019
05.07.2019 10:08:52

Schwarzkollm. Nun ist es wieder soweit! In den kommenden Wochen wird zu den diesjährigen KRABAT-Festspielen in die Naturkulisse auf dem historischen Boden des Mühlenhofes in Schwarzkollm eingeladen. Wie immer waren die Eintrittskarten für alle 16 Vorstellungen in Windeseile verkauft. Wir waren bei der Premiere dabei.
Schnelles Internet für Hoyerswerda
04.07.2019 13:09:10

Hoyerswerda. Hoyerswerda bekommt das moderne Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz. Die Breitband Hoyerswerda GmbH hat bereits mit einem Pilotprojekt in der Stadt begonnen. Warum auch Sie einen Glasfaseranschluss installieren lassen sollten? Das hat unser Kollege Thomas Balko, von Geschäftsführer Jan Schulze, erfahren.
Neues Dach für die Crostwitzer Kirche
04.07.2019 12:08:23

Crostwitz. An der Crostwitzer Kirche wird zurzeit der Dachstuhl einer grundlegenden Sanierung unterzogen. Martin Delenk, Pfarrer der katholischen Kirchgemeinde Heilige Apostel Simon und Juda, und Architekt Marko Zieschwauck informierten jetzt im Rahmen eines Pressegesprächs über die Arbeiten. Demnach muss ein großer Teil des Dachgebälks aufgrund von Befall mit Pilzen und Feuchtigkeitsschäden erneuert werden. Wenn dies erledigt ist, werden das Dach neu eingedeckt sowie Regenrinnen und Blitzschutz erneuert. Die Kirche Heilige Apostel Simon und Juda stammt in ihrer heutigen barocken Form von 1771. Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte der Einbau eines Gewölbes, außerdem wurde das Schiff um sechs Meter verlängert. In diesem Zuge musste auch die Dachkonstruktion verändert werden, was die Bauleute noch heute vor Herausforderungen stellt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf circa 650.000 Euro. (um)
"Nichts los hier? ... Oh doch!" - LAUSITZWELLE
03.07.2019 16:59:22

Ohorn. Freitagabend in einer Turnhalle im beschaulichen Ohorn. Es wird fleißig geprellt. Doch keine Bange, hier finden keine kriminellen Machenschaften statt, sodass die Beamten des Finanzamtes nicht einschreiten müssen. Außer, sie wollen in den Genuss einer speziellen Ballsportart kommen, mit Strahlkraft für eine ganze Gegend. Aber der Reihe nach: Was ist eigentlich dieses Prellball? Prellball ist ein Mannschaftsport, der auf den ersten Blick dem Volleyball sehr ähnlich erscheint. Zwei Mannschaften von mindestens drei, in der Regel vier Spielern, stehen sich auf einem 8x16 Meter großen Feld gegenüber, das durch eine 40 Zentimeter hohe Leine getrennt wird. Jede Mannschaft hat die Aufgabe, den Ball mit der Faust oder dem Unterarm so auf den Boden des Eigenfeldes zu prellen, das er über das Netz ins Gegenfeld gelangt. Wie beim Volleyball geht das über Annahme, Vorlage und Angriff, mit dem Ziel, den Ball so gekonnt zu spielen, dass die Annahme dem Gegner erschwert wird und es so zum Punktgewinn kommt. Der Ball darf nach jedem Spielerkontakt nur einmal auf den Boden aufprellen und muss spätestens nach der dritten Berührung wieder über das Netz gelangen. Dabei darf jeder Spieler den Ball nur einmal prellen. Weder der Ball noch die Spieler dürfen das Netz berühren. Bei Wettkämpfen beträgt die Spielzeit 2x10 Minuten. Sieger ist die Mannschaft, die am Ende der Spielzeit mehr Punkte erzielen konnte. Doch genug der Theorie, wird sich auch Übungsleiterin Susann Reichel denken, die mit dem Prellball-Training ein ganz anderes Ziel verfolgt.

Die Mannschaftssportart, die zu den sogenannten Rückschlagspielen zählt, hat aber ihre Ursprünge in einer ganz anderen Sparte gefunden, nämlich beim Turnen. Klingt für den Laien erst einmal sehr befremdlich, doch bei genauerem Überlegen kommt man dahinter.

Mit vollem Körpereinsatz geht es auch in den Trainingseinheiten zu – von wegen Ball herschenken. Während in Deutschland die Zahl der Prellballspieler eher überschaubar ist, ja gar in manchen Regionen des Landes fast ausgestorben ist, hat sich in Ohorn eine kleine Hochburg entwickelt. Beim TSV Ohorn spielen aktuell 23 Kinder und Jugendliche sowie 12 Erwachsene Prellball. Die Spielphilosophie und der Treffpunkt ist durch die beschauliche 2400-Seelen-Gemeinde geprägt, doch ihre Spielerinnen und Spieler kommen aus dem gesamten Rödertal zusammen. Und der Prellball-Boom der TSV-Abteilung hat noch einen anderen Grund: Sie hat sich schon früh geöffnet.

Mit Erfolg – wie man auch an Spielern a la Nick Hartmann aus Großröhrsdorf sieht. Mit sieben Jahren angefangen und nicht mehr aufgehört, verkörpert der mittlerweile 17-Jährige bestens das Prellball spielen im Rödertal. Und der Youngster weiß, mit welcher lebenden Institution der Ohorner und damit auch sein sportliche Erfolg zu verbinden ist.

Die 41-Jährige aus Großröhrsdorf hat es geschafft, Jugendmannschaften vor Ort aufzubauen, Sponsoren für eine Randsportart zu gewinnen und gleichzeitig, mit der Unterstützung der Eltern, den Jugendlichen die Teilnahme an bundesweiten Turnieren zu sichern – und das mit Erfolg. Seit 2012 überzeugen Mannschaften des TSV Ohorn bei regionalen wie deutschlandweiten Wettbewerben. Zuletzt gab es bei den Süddeutschen Meisterschaften in der Altersklasse 11-14 Jahre gar den Turniersieg. Und auch die Landesauswahl Sachsen, die im Deutschlandpokal gegen andere Auswahlmannschaften antritt, ist sozusagen „Made in Rödertal“. Nick Hartmann kann bei den 15- bis 18-Jährigen ein Lied davon singen – und zwar ein Loblied.

Wer aber nun glaubt, dass der Erfolg der Prellballer zulasten anderer beliebter Sportarten wie Fußball oder Handball geht, der wird schnell eines besseren belehrt. Übungsleiterin Susann Reichel hat selbst Fußball gespielt und über die Jahre gemeinsame Schnittmengen entdeckt.

Torhüter-Training Prellball – vielleicht hat es Nationaltorhüter Manuel Neuer ja heimlich auch schon ausprobiert. Doch Nick Hartmann und seine Kameraden denken an diesem Freitagabend nun wahrlich nicht an Fußball. Wer braucht schon Fuß-Künstler wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo, wenn man auch mit einem Spielball von bis zu 380 Gramm und der Hand beziehungsweise dem Arm zaubern kann.

Schweißtreibend und doch haben die Spieler extrem viel Spaß am Sport – und das zeigt auch, dass die Mädels und Jungs des TSV Ohron am Freitagabend zum Training kommen. Der Weg bis nach Dresden ist ja nicht weit und somit gäbe es zum Wochenende auch allerlei anderer Aktivitätsmöglichkeiten. Doch Prellball zieht – und das macht auch Übungsleiterin Susann Reichel sehr stolz. Neugierige sind für die 41-Jährige stets willkommen und die Prellballer wollen sich auch in Zukunft weiter präsentieren.

Vielleicht gibt es nach dem Vereinstag am 1. September einen weiteren Schub für den Prellball. Bei der 40. Süddeutschen Meisterschaft in Großröhrsdorf, im Jahr 2018, erwiesen sich die Prellballer des TSV Ohorn schon als gute Gastgeber. Und 2021 soll der nächste Streich folgen, denn dann spielt die Prellball-Gemeinschaft ihre Deutsche Meisterschaft im Rödertal aus. Organisatorisch wie sportlich ist dies ein ehrgeiziges Ziel. Doch Susann Reichel und ihre Prellball-Begeisterten wollen es anpacken – und zwar so, wie sie auch spielen: mit viel Einsatz. (lhw)